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Frisch auf den Tisch  |  Winter 2018/19:  
"Paris fotografiert Paris

Plakat: Die unersättliche KameraPopulär in den Dreißigerjahren und dann vergessen. Sein Name: Gaston Paris. Sein Jagdgebiet: Paris, die Lieblingsstadt der Bohème, der Varietétheater, Schauplatz der Welt der Literatur à la Sartre, Céline, oder, mehr traumkonditioniert, André Bretons, Antoine Artauds und des jungen Georges Bataille, dessen literarische Figuren die Lust, bzw. Momente der äußersten Ekstase propagieren.
Und nicht zuletzt die Metropole der illustrierten Presse. Auflagenstarken Zeitschriften wie VU und Life. Legendär! und stets auf der Suche nach neuem Bildmaterial und talentierten Bildbeschaffern. Lichtbildkünstler, rasende Bildreporter, die in einer 125stel Sekunde den besonderen Augenblick erfassen. Das, was Henri Cartier-Bresson "einen ungewöhnlichen Augenblick in einem einzigen Bild einzufangen" nannte.

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Kiki de Montparnasse 
Kiki  de  Montparnasse  (1901-1953)  war  eine  feste  Grö
ße  der  Pariser  Bohème,  Sängerin, 
Schauspielerin und Modell berühmter Maler. 
© Gaston Paris / Roger-Viollet
Paris, der geniale Autodidakt, beherrschte scheinbar mühelos jedes Genre und Sujet. Mit seiner Mittelformatkamera dokumentierte und inszenierte er seine Sicht auf Menschen und Dinge. Die Chronik des Alltäglichen ebenso wie moderne Stahlarchitektur oder tristes Vorstadtleben. Der Leser liebte Gastons expressive Schwarzweißbilder. Bilder, die die Kunst des savoir-vivre der Seine-Metropole auf Film festhielten. Und dennoch - er starb verarmt und vergessen.
 
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Reiss-Engelhorn-Museen + Centre Pompidou
 
 
         
Edith Piaf
Die französische Sängerin Edith Piaf (1915-1963) bei einer Schallplattenaufnahme
Paris, 1937-1938 © Gaston Paris / Roger-Viollet   Panther-Frau Jahrmarkt, Panther-Frau, um 1941
© Gaston Paris / Roger-Viollet   Titelbild „VU“
Ausgabe des Magazins „VU“ mit Titelbild von Gaston Paris
1935
© musée Nicéphore Niépce, ville de Chalon-sur-Saône
         
         
Wachspuppe
Wachspuppe vor dem Transport nach Kanada
Musée Grévin, Paris, um 1934
© Gaston Paris / Roger-Viollet   Blick vom Eiffelturm
Paris, 1937   
Gefangenenlager „Oradour“, errichtet von der französischen Besatzungsmacht für Nazi-
Gefangene in Tirol, 1945/46. Der Name „Oradour“ erinnert an den Ort in Frankreich, den die
SS aus Rache für Partisanenangriffe vollkommen zerstört hatte.
© Gaston Paris / Roger-Viollet
 
Dass den Reiss-Engelhorn-Museen (rem) der Coop gelungen ist, Gaston Paris in einer  erstmaligen großen Überblicksschau zu präsentieren, schmeichelt Mannheims Image als zukünftigem Standort der Lichtbildkunst (vsl. 2021).Und diese Premiere, gleichsam der Startschuss zu einer langfristigen Kooperation mit dem renommierten Pariser Centre Pompidou, wo die Ausstellung im Anschluss zu sehen sein wird, ist nicht zuletzt auch dem Kuratoren-Team Michael Frizot und Florian Ebner unter Federführung von Dr. Claude W. Sui zu verdanken, die bei der Wiederentdeckung von Gaston Paris´ wahre wissenschaftliche Grundlagenforschung geleistet haben.
 
Info: Der fotografische Nachlass wird von der Agentur Roger Violet betreut. Das Centre Pompidou besitzt in seiner Sammlung außerdem ein Konvolut an Original-Abzügen.

Gaston Paris
Die unersättliche Kamera
Das Centre Pompidou Paris zu Gast
in den Reiss-Engelhorn-Museen
23. März bis 30. Juni 2019
 
Forum Internationale Photographie
Museum Zeughaus | C4 9, 68159 Mannheim

Dienstag bis Sonntag 11-18 Uhr