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Oktober 2011


 
"POSSIBLE ARTs"






 
"Mehr als nur Dekorationsvehikel"Vom Sofakissen zum Städtebau
 
Das Bauhaus Gebäude von 1925 -1926 Das Ungenügen am Alltäglichen hat den Gestalter und mit ihm das Kunsthandwerk hervorgebracht. Bereits im 19.Jahrhundert gab es schon eine ganze Reihe von Kunstgewerbeschulen und –museen, wobei das Bauhaus zur bekanntesten Bildungsstätte avancierte. Hier fand die freie und angewandte Kunst einen Ort, der weltweit als Geburtsstätte der Avantgarde der Klassischen Moderne gehandelt wird. Böse Lästerzungen raunen, dass heutzutage ein gewisses schwedisches Möbelhaus, das geschafft hat, was die Weimarer Gestalter – Leitmotto: "Vom Sofakissen zum Städtebau" - ihren Zeitgenossen schmackhaft machen, besser: etablieren wollten. Das Geschmackskartell von Walter Gropius & Co, angetreten für eine neue Warenästhetik, scheiterte bekanntermaßen an der simplen Tatsache, dass der damalige Zeitgenosse den für ihn gedachten modernen Stil nicht annahm, und folglich die angestrebte industrielle Massenproduktion mangels Masse zusammenbrach.

POSSIBLE ARTs. Mehr als nur Dekorationsvehikel Jungdesigner, aufgewachsen in der modernen Medienwelt, tummeln sich auf internationalen Messen (DMY e.g.), haben ein Diplom in der Tasche und den 1896 vom amerikanischen Architekten Louis Sullivan proklamierten Gestaltungsgrundsatz form follows function (FFF) schlicht ad acta gelegt. Der Bauhaus-Gedanke ist zwar nicht out, aber ausgesourct. Siedelt auf dem weiten Experimentierfeld zwischen Lampe und Architektur, Skulptur und Malerei, Mode und Fotografie. Heutige Adepten der Schönen Künste verweigern sich einer Kategorisierung bzw. Festlegung auf klassische Genres. So what? Also: „Anything goes?“
Unsere „Brave New World“ befindet sich allerorten im Umbruch. Komplexe Fragenstellungen drängen nach intelligenten Lösungen. Das Postulat der ökonomischen Nachhaltigkeit, die Gestaltung einer lebenswerten Zukunft ist die angesagte Herausforderung, der sich moderne Designerinnen stellen müssen. Tristan J.Pranyko, Professor an der Kunsthochschule Berlin Weissensee und seine 14 Diplomandinnen plus Meisterschülerinnen zeigen mit POSSIBLE ARTs im Kunsthaus Viernheim, dass die "... gestaltete und von uns geformte Wirklichkeit ..." ein überaus spannender Prozess sein kann: Vergängliche Schönheit inbegriffen.

POSSIBLE ARTs

POSSIBLE ARTs
Arbeiten von: Miray Seramet, Robert Kippling, Daniel Wolter

 
POSSIBLE ARTs
Arbeiten von: Matthias Kebelmann, Friedrich Gobbesso, Birte Haaken

 
POSSIBLE ARTs
Arbeiten von: Sylvi Uhlmann, Gregor Wedl

 
POSSIBLE ARTs
Arbeiten von: Christine Gehrke, Martin Bartels

 
POSSIBLE ARTs
Arbeiten von: David Schober, Kozue Kawajiri

 
POSSIBLE ARTs
Arbeiten von: Yung-shan Tsou, Ambra Brigazzi