kulTisch Newsletter | Herbst 2015

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
verehrte Freundinnen und Freunde der Kunst & Kultur,
Chers collègues, Chers amis, Chers amateurs de l’art et de la culture,

"Unsere Zeit erlebt zu rasch und zuviel, um sich ein gutes Gedächtnis zu bewahren."

Herbst 2015 
prognostizierte
Stefan Zweig, der immer wieder seine Koffer packte und das führte, was man heute ein Nomadenleben nennt: Berlin, Paris, London, Italien, Spanien, Belgien, Holland und die Endstation Petropólis, Brasilien, wo er sich 1942 das Leben nahm. Sein Wandern durch die Welt glich nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten mehr und mehr einem Gejagtsein. Und die, die ihn einst geliebt, vergaßen ihn schnell.

Auf aktuell fragen wir in unserer Herbstausgabe nach dem, was der Wiener "A G´spür" nennt, das Stefan Zweig hatte, der Wien als "wunderbar orchestrierte Stadt" beschrieb: in den inneren Bezirken das Kleinbürgerturm und im äußeren Kreis das Proletariat. Zum Beispiel in Hernals, 17. Bezirk, wo sich die sogenannte "gute Gesellschaft" zu Kaiser Franz Josephs Zeiten volksnah verlustierte.

Im Fokus: Wiens "Freie Szene", die nichts weniger als den Aufstand probt und der Wiener Kulturpolitik vorwirft, die Kulturschaffenden zu entmündigen, das Kulturbudget in für Touristen aufgemotzte Großveranstaltungen zu buttern. Geleistete Arbeit auf der Basis "Brunch bei Wasser und Brot" zu honorieren.
Siehe zeitFenster

Unter kul&neu geht es um die viel besungene Donau, genauer: eine Insel, die all jenen besonderes Vergnügen bereitet, für die das Glück auf dem Rücken eines Drahtesels liegt. Ein Natur- und Vergnügungsort inmitten von Skyscrapern … kombiniert mit Wiens sanft um die Ohren fächelndem Wind - ist reinste Glückseligkeit.

Herbstliche Grüße … Elvira Richter und kulTisch-Redaktion