kulTisch Newsletter | Winter 2015/16

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
verehrte Freundinnen und Freunde der Kunst & Kultur,

Chers collègues, Chers amis, Chers amateurs de l’art et de la culture,

"In der wirklich verkehrten Welt ist das Wahre ein Moment des Falschen"

Winter 2015/16 
postulierte
Guy Debord, Autor des 1967 publizierten Buches "Die Gesellschaft des Spektakels", das hellsichtig die "Verwandlung unsrer Alltagswelt in ein einziges Mega- oder Giga Spektakel" beschrieb. Guy, arbeitete zeit seines Lebens an der Aufhebung der Grenzen zwischen Kunst und Leben. "Ne travaillez jamais, schafft die Kunst ab", lautete seine Parole. Ein Schuss mitten ins Herz beendete sein Leben.

Auf aktuell fragt uns ein Chemieriese "Wie (wollen wir) leben?" In den Wolkenbügeln eines El.Lissitzkys, in der Kristall-Wabe eines Mies van der Rohe, in den klaren rechtwinkligen Raumkonstruktionen De Stijls, in einem Raum, der einem Fenster anhängt oder doch lieber in einem dreidimensionalen Wald? In Trichtern, Kapseln, Tubes? Wie sitzen? liegen? Auf Le Corbusiers Liege aus verchromtem Stahlrohr mit Ponyfellbespannung? In popfarbenen Schaumstofflounges oder in Schneewittchens Sarg? Woraus essen? trinken? Und last not least: Wie arbeiten?

Im Fokus: Ein altes Märchen, das von Unwörtern, Parallelwelten und homogenen Brillen erzählt. Wo sich Hänsel und Gretel in W-lan-Stuben fragen, was man gegen Einäugigkeit tun kann? Und der kluge Fuchs darauf eine schlaue Antwort weiß. Siehe zeitFenster

Unter kul&neu geht es simpel darum, wo der Weihnachtsmann sein goldenes Buch neu binden lässt? Und weil´s bald soweit ist, hier gleich die Antwort: In der Waldhofstraße, weil man hier noch weiß, was eine Buchbinderheftnadel ist.

Weihnachtliche Grüße … Elvira Richter und kulTisch-Redaktion