kulTisch Newsletter | Sommer 2016

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
verehrte Freundinnen und Freunde der Kunst & Kultur,

Chers collègues, Chers amis, Chers amateurs de l’art et de la culture,

"Wer mit Bild " im Aufzug nach oben fährt, der fährt auch mit ihr im Aufzug
   nach unten."

Sommer 2016 
… lautet das Credo von Springer-Vorstandschef Döpfner. Döpfner, in der Welt der Teppichetagen zuhause, benutzt grundsätzlich den Lastenaufzug. Gesagt – getan. Und schon katapultierte Döpfners Diktum des Boulevards ein Staatsoberhaupt zurück in den Rang eines Bürgers im Staat. BILD, ein Law & Order-Blatt dank Auflage, was hierzulande immer öfter Kulturtempelwächter verführt, das ohnehin knapp bemessene Kunstmäntelchen über Bord zu werfen.


Girls, Girls, Girls. Three Types: "The thin type, the `eater´ and the athletic girl…" so Pin-Up-photographer Peter Gowland in den 50er-Jahren. Als Eyecatcher auf der Frontpage ein absoluter Selling-Point und bei männlichen Identitäten Verursacher von "Sternchen-Sehen". Ob bildungsnah oder –fern: Details sind noch bis ins neue Jahr abrufbar unter aktuell

Im Fokus:
Ein Ort . Ein Blick zurück. Ein Manifest. Letzteres von 1987 und erschreckend aktuell in seiner Analyse. Die Subline Von unten in die Breite, ein geradezu Beuyssches Edikt, ist bedauerlicherweise nicht eingetreten. Die U-Grotte zugemauert. Siehe zeitFenster

kul&neu berichtet von einer Fortbewegungsart, die 1987 entwickelt, im Laufe der Zeit in die heute gepflegte Gangart mündete. Dennoch ist unser heutiger Laufstil mit Head-down-Syndrom, vergleicht man ihn mit dem Fortbewegen in den 80ern, ein Rückschritt, führt er doch den Schillerschen Ästhetikbegriff ad absurdum.

Herbstliche Grüße an alle … Elvira Richter und kulTisch-Redaktion