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Oase 7 | Kassel Dokumenta 5 | 1972 © Haus-Rucker Co.




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Frisch auf den Tisch  |  Frühjahr 2019:  
"Die ver-ruckte Stadt“
HAUS-RUCKER-CO | STÄDTISCHES WERKZEUG © richter+schwartzkopff 2019
Stellen Sie sich vor. Sie treten morgens aus dem Haus. Ihr Blick fällt routinemäßig auf das Collini-Center in der Nachbarschaft und - erstarrt. Aus der dem Kurpfalzkreisel zugewandten Frontfassade wuchert eine Art Ballon. Schweins-- oder Kaugummiblase konkludiert ihr Hirn. Wäre da mal nicht das Stahlgerüst im Innern?

Des Rätsels Lösung: Wir sind einem Mind-Expanding–Program anheimgefallen. Einer utopischen Architekturkonzeption von HAUS-RUCKER-CO. Der Name steht für neuen Denkansatz in der Architektur. Doch damit nicht genug: Ein Baukasten mit sogenanntem "Städtischem Werkzeug" wird gleich mitgeliefert. Die findigen Köpfe dieser Wahrnehmungsapparaturen: Laurids Ortner, Manfred Ortner, Günter Zamp Kelp und Klaus Pinter. 1967 in Wien gegründet, mit temporären Studios in Düsseldorf und New York, haben sie in den vergangenen Jahrzehnten mit ihren prokanten Manifesten und medienwirksamen Auftritten für Furore gesorgt. Wollen wir zukünftig nicht in "synthetischen Reservaten", sprich: Schweinsblasen leben, sollten wir unsre Stadtlandschaften zurückerobern.
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Blick von der Galerie © richter+schwartzkopff 2019
Hilfestellung leistet dabei der Mannheimer Kunstverein, der mit der Ausstellung HAUS-RUCKER-CO zu einem innovativen Experiment einlädt: Eine raumfüllende Arbeit mit dem Titel "Trichter" besetzt das Erdgeschoss, darum herum sind Skizzen, Fotografien, Bilder und Modelle angeordnet. Ein- und Durchblicke auf die interstellar wirkende Raumskulptur, ermöglicht die erste Ebene der Galerie. Ebenerdig schlüpft man ganz cool unter diese zentral installierte "Silberhaube" und entschwebt, auf weichen Kissen fläzend, in eine Schöne Neue Welt.
Manfred Ortner von Haus-Rucker Co. Interview

Den Anstoß städtischen Raum neu zu denken, haben wir Martin Stather (Ausstellungsleiter) zu verdanken, der die legendäre Architekten- und Künstlergruppe, mit Hortense Pisano als Gastkuratorin, für dieses Projekt gewinnen konnte. Stadtraum zu einem lebenswerten Kosmos zu machen, das ist mehr als Fußgängerzonen neu zu möblieren. .

Finissage
mit Günter Zamp Kelp (Haus-Rucker Co.) und Philipp Morlock am 12. Mai im Mannheimer Kunstverein
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DIFFUSER 
6 m Durchmesser 6 m Höhe 2019
Hängende Konstruktion für den Mannheimer Kunstverein aus Holz Rettungsfolie und Seil
Ausstellungsansicht
© Kunstverein Mannheim 2019 Foto: Eduardo Perez
O&O Depot | Haus-Rucker Co. | Modelle
 
Klick AUF BILD © Haus-Rucker Co.
         
Blaue Scheibe
(Insel Hamburg)
1986
Pappe, Ölfarbe
90 x 90 x 48 cm   Kleine Welt
1987
Finnpappe, Holz, Folie
85 x 50 x 28 cm   Schräge Ebene
1976
Karton, Holz, verz. Eisendraht
Alublech lackiert
70 x 70 x 28 cm
         
         
Grüne Raumteile
1976
Karton, Holz, verz. Eisendraht
70 x 70 x 23,5 cm   Pavillon der Elemente
(Ulm)
1979
Karton, Holz, verz. Eisendraht
34,5 x 76 x 30 cm   Treppenhaus
1986
Folie, Holz, Pappe
80 x 80x 45,5 cm