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© richter+schwartzkopff
Frisch auf den Tisch  | Winter 2019/20:
 
 
Kunst & Kapital
 
Examiner à la lumière
 
"TEURE KUNST IST SCHEIßE" Schlichte Typo. Schwarzer Filzstift. Eszett. Punktum! Schluss!
Ein Mini-Traktat, gehalten in Versalien. Kein Zweifel: Dem Verfasser ist Kunst nicht scheißegal! Was vermuten lässt, dass der Schöpfer sich, Kunst und Kunstbusiness in einen historischen Kontext stellt. Besser gesagt: Sich als Epigone Leonardo Da Vinci´s outet, dessen genialistischen Höhenflügen stets poetische Anmut anhaftete.  Sein vitruvianischer Mensch fügt sich exakt ins Quadrat, exakt in den Kreis. Ergo: Ist Geschöpf einer kosmischen Ordnung.  Non-finito.
 
Zugegeben, werter Verfasser: Der heutige (sic!) Kunstbetrieb ist sexistisch, rassistisch, autoritär und kriminell. EXAKT! wirst du sagen: Jeff Koons Bling-Bling-Giga-Hasentulpen und Co. sind der beste Beweis: TEURE KUNST IST SCHEIßE.
 
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KUNST IST SCHEIßE.
 
Fazit: Darum bedarf  es stante pede erneuter visionärer Fantasie, die diesem Denkfehler ein Ende setzt! Kunst wieder Zurück in die Zukunft des 20. Jahrhunderts katapultiert, als Kunst noch für sich in Anspruch nahm, ästhetische wie gesellschaftliche Avantgarde zu sein.
 
Vernissage: [Kunst]PROJEKTE
 
Unsre Gratis-Tipps in puncto Unteuer-Kunst: Zum Beispiel [Kunst]PROJEKTE von Monica Ruppert "Das kleine Format" (leider schon passé). Seit 2015 zählt Monica Ruppert zu den Galerien, die neue Positionen junger Kunst vertreten und für Transparenz auf dem Kunstmarkt eintreten.
 
Oder die alljährlich stattfindende Auktion des Büros für angewandten Realismus im Das Haus in Ludwigshafen (Exponate ab 40 Cent bis ∞ ), das sich im Gegensatz zu den Auktionshäusern  Sotheby`s und  Christie`s geerdet gibt. Sprich: das Büro tätigt weder anonyme Verkäufe an russische Oligarchen, asiatische Hightech-Mogule oder Öl-Tycoons in Saudi Arabia, noch gehört es wie die beiden großen Namen zum Imperium [französischer] Milliardäre. 
 
Da aller guten Dinge drei sind: Der Dreikönigs­kunstmarkt (6. Jan.) im Kunsthaus in Lu., wiederum vom gleichen Büro veranstaltet. Auch dieses Markt­modell gehört keinem global agierenden regula­torischen System an. Zielmarkt ist vielmehr: die Punk Subculture, deren Größe geschätzt unterm fünfstelligen Bereich liegt. "Gegenwärtig noch ein Einhorn, das aber die Zukunft im Auge hat!", so ein Veteran der Szene. Und um alles zu toppen: Beim Überqueren der Konrad-Adenauer-Brücke zwischen MA und LU per pedes, kann obendrein dadurch gespartes Kapital in Schönen Künsten angelegt werden, was examiner à la lumière (Bei Licht besehen) unsre Gesellschaft in die richtige Richtung pusht.
 
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Trash-Auktion "Niveau unter Null" vom 21.12.2019
 
And finally our free tip for any artists´career:  Graffiti-Kunst ist jetzt als Kunstrichtung mit Geschichte etabliert bzw. museal  geworden >>> Museum of
Street Art